Bilanz der Quelle: Amnesty International veröffentlichte am 18. Juli 2021 gemeinsam mit Forbidden Stories und 17 Medienpartnern die Auswertung einer Liste mit über 50.000 Handynummern, die Kunden der israelischen NSO Group für eine mögliche Pegasus-Infektion ausgewählt hatten – darunter mindestens 180 Journalistinnen und Journalisten in 20 Ländern, Menschenrechtsverteidiger, Anwältinnen und sogar Staatschefs. Die forensische Analyse der Secure Communication Lab von Amnesty bestätigte in 85 Prozent der geprüften Fälle Infektionsspuren oder Versuche, und zeigte, wie die Spionagesoftware ausgeliefert wurde. Pegasus kann Mikrofon, Kamera, Nachrichten und Standort auslesen, ohne dass Nutzer etwas anklicken müssen. Der Skandal dokumentierte den globalen Handel mit Überwachungssoftware und löste Sanktionen der USA gegen NSO sowie Klagen und Untersuchungen in mehreren Staaten aus.
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