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Predictive Policing: PredPol verstärkt genau den Bias, den es ausschließen sollte

1 Min. Lesezeit Kalina

Bilanz der Quelle: The Markup und Gizmodo analysierten im Dezember 2021 über sieben Millionen zuvor unveröffentlichte PredPol-Vorhersagen aus rund 70 Jurisdiktionen der Jahre 2018 bis 2021, die auf einem offenen AWS-Speicher der Firma lagen – die erste unabhängige quantitative Prüfung eines kommerziellen Predictive-Policing-Systems. Ergebnis: Die Patrouillen-Hotspots trafen überproportional einkommensschwache sowie von Schwarzen und Latinos geprägte Viertel, obwohl die Firma ausdrücklich damit warb, Bias auszuschließen. Die Software verteilte Patrouillen nach früheren Einsatzdaten, wodurch Polizeipräsenz und damit erneut gemeldete Vorfälle sich verfestigten. Die Veröffentlichung führte in mehreren Städten zur Abschaffung von PredPol und ist zum Referenzbefund für algorithmische Diskriminierung in der Strafverfolgung geworden.
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